27.09.2020

MONTAGSDINGE:

Eine Woche später sitze ich erholt am Schreibtisch, mit glücklichem Muskelkater, Strandsand in jeder Pore, einem wirren Magen weil er Fisch durfte und dem Wissen, dass die Hagebutte aka Apfelrose aka Kartoffel-Rose illegal in Dänemark eingewandert ist und als invasive Art die lokale Heidelandschaft durcheinanderbringt. Geschafft habe ich leider nicht so viel, darum melde ich mich ach gleich wieder ab.
Also an die Stifte, fertig los!


 

21.09.2020

MONTAGSDINGE:

 Nachdem die Nägel wieder ihre Naturfarbe haben, das Pferderennenbuch eine Woche pausiert, bin ich mit dem Mister, der Reisefreundin und Hund plus zwei freien Projekten in den sehr beliebten Arbeitsurlaub gefahren. Aus Mangeln an Zeit und Alternativen hat es uns wieder in die dänische Heide gezogen und ich schicke saunige Grüße aus dem Holzhaus und mietzel tatsächlich an was eigenem. Hat natürlich was mit lustigen Hunden zu tun und die Deadline ist quasi vorgestern. Alles beim alten also. Grüße ...

 

14.09.2020

MONTAGSDINGE:

In meinen bekannten Kreisen gab es keine Pferdemädchen und ich selbst war sehr sehr weit entfernt davon. Mein Vater nahm mich einmal mit zu einer Reitstunde. Ich fands ok, er fands lustig - Schmerzen im Hintern hatten wir danach beide. Meine Nicht wiederum war völlig irre nach Pferden. Darum nahm ich sie dann mit zu einer Stunde, die viel länger dauerte als geplant. Sie konnte sich nicht trennen und schlief auf dem Rücken des Pferdes fast ein. Überglücklich war sie danach. Heute sind ihr Pferde auch recht egal und ich sitz am Schreibtisch an einem Buch über Pferderennen und überlege, vielleicht doch nochmal eine Stunde zu nehmen. Aber ich hab mir heute auch das erste Mal in meinem Leben die Nägel lackiert - ist bestimmt nur ne Phase.


 



01.09.2020

MONTAGSDINGE am Dienstag:

Eine Freundin nimmt gerade 2 Wochen Wanderauszeit, weil ihr nichts mehr einfällt. Eine andere hasst plötzlich ihren Zeichenstil und eine weitere macht lieber eine Ausbildung zur Erzieherin. Ein Autor hat Schreibblockade und auch meine Zeichenhand boykottiert mich gerade. Ich nehme sie in einer ihrer Streikphasen dann oft mit auf Spaziergänge, lass sie Blätter streicheln und tauche sie abwechselnd in Ostseewasser und Schokolade. Hilft bis dato ganz gut, ansonsten krault sie eben stundenland Hundebäuche. Und was macht ihr so zur Abwechslung? Vielleicht Montagslinks klicken?

  
 


24.08.2020

MONTAGSDINGE:

Diese Woche wollte ich eigentlich mit meinen Eltern eine kleine Bootstour machen. Im Vorfeld habe ich extra geschaut, ob es nicht zu warm ist und an welchem Tag es nicht zu windig ist, denn die Mutter und ich haben eine starken Hang zu starker Seekrankheit. Uns wird übel beim Fahrstuhl fahren, im Auto hinten sitzen oder rückwärts in der Bahn, im Bus lesen, manchmal auch beim Wäsche aufhängen usw. Neulich habe ich einen Surferin getroffen, der übel wird wenn sie zwischen den Wellen warten muss. Der Wetterbericht hat sich natürlich geändert und sagt für diese Woche Sturm und Starkregen an. Wir sagen vermutlich ab.

 
 


19.08.2020

MONTAGSDINGE am Mittwoch:

Ein Montag später ist ein Zine später. Diesmal zu Ehren des Vater, der mein Leben ja mit so vielen Geschichten bereichert hat, dass ich noch viele davon in Zines verarbeiten kann. Diese handelt von einem Paddeltrip, an den sich mein 13jähriges Ich eigentlich nur so gut erinnert, weil der Vater die Entfernung massiv unterschätzt hat und ich am Ende schrecklich fertig war und nie wieder paddeln gehen wollte. War ich tatsächlich seitdem wirklich nie mehr - sollte ich vielleicht mal mein Trauma überwinden? Papa ?!

 
 


10.08.2020

MONTAGSDINGE:

Bei 30°+ bin ich nicht gerade die produktivste Person der Welt, aber Zeit für ein kleines Zine zwischendurch war da. Auf Deutschlandfunk Kultur habe ich einen tollen Podcast gehört über die Chemie der Liebe. Es wird über Neurologie, Kulturen der Liebe, Momogamie und vieles mehr gesprochen und u.a. auch über Trennungen. Besonders berührt hat mich die Geschichte eines Vaters, der nach 20 Jahren Ehe von seiner Frau verlassen wird und ab sofort mit den Kindern alleine lebt. Sie sind geschockt, gelähmt, können nicht essen, schlafen und starren tagelang die Wände an. Wann wird es ihnen besser gehen und wodurch?! Also beginnt der Vater zu lesen, z.B. Ratgeber über das Glücklichsein und Adrenalin, Serotonin usw. und hat plötzlich eine Idee. Er packt seine Söhne ein und sie fahren eine Woche lang Achterbahn in jedem Freizeitpark den sie kennen. Das Adrenalin lässt sie glücklich und lachend durch die Woche kommen. Das hat mich gerührt - also hab ichs gezeichnet.

 

04.08.2020

MONTAGSDINGE:

Während meiner vorjugendlichen Retttungsschwimmerkarriere schauten wir regelmäßig Baywatch. Es gab eigentlich keinerlei Identifikation: Weder war der Alltag auf den Rettungstürmen der Ostsee annähernd spannend, noch war die Kleidung so knapp. Trotzdem. Jetzt habe ich mal wieder reingeluschert und bin erstaunt, an wieviel ich mich noch erinnere, wie cool alle immernoch sind und wie sehr man sich nach der Haiattackenfolgen wieder vor den gefährliche tiefen der Ostsee gruselt. Lieber auf der Couch bleiben und Hunde mietzeln. Ist sicherer. Und lieber nicht weiterschauen. Klug ist anders.


Gesehen: Zwei sehr gute Filme. Diesen und diesen.

27.07.2020

MONTAGSDINGE:

Heute gibts nur Grüße aus dem See und vom Schreibtisch. Beides besuche ich dieser Tage abwechselnd zwischen Kurzaufenthalten in der Küche und Hunderunden. Letztere dehne ich zugunsten des Tieres und zulasten meiner Deadline gerne aus. Wie immer also. Never stop a running system aka warum kann ich eigentlich nie rechtzeitig anfangen. Bis zum Herbst, bzw. Sommer. Herbst ist ja gerade.