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12.12.2016

Montagsdinge: Mit Anfang 20 trug ich gerne die alten und weiten Sachen meines Vaters und meine Mitte vierzig, stets in rosa gekleidete, sehr emanzipierte Chefin war mir suspekt. Ich fand sie laut, herrisch und es war mir immer etwas unangenehm, wie aufbrausend sie sich Männern gegenüber verhielt. Heute weiß ich wie schwierig sie es hatte, mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen hatte und sehe mich heute selbst des Öfteren damit konfrontiert. Gottseidank hat meine Mutter mir etwas schönes vererbt - was mir als Kind auch sehr unangenehm war: den Mut laut aufzustehen und meine Meinung zu sagen und damit leben zu können, daß nicht die ganze Welt dein Freund sein kann. Der Kleiderschrank wird trotzdem nicht rosa, dafür aber die Wände.

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